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Was ist EMDR? | |
Wirkweise der EMDR-MethodeAuch wenn der neurobiologische Wirkmechanismus der EMDR-Methode (wie bei allen anderen Psychotherapiemethoden) letztlich nicht bekannt ist, scheint EMDR doch schmerzliche Erinnerungen und die damit verbundenen Symptome sehr effektiv verändern zu können. Eine Hauptursache für die noch in der Gegenwart bestehende subjektive Belastung durch belastende (sog. traumatische) Erinnerungen und die vielfältigen Störungen, die dadurch ausgelöst werden können (z. B. Posttraumatische Belastungsstörung, Depressionen, Angstsymptome), ist nach derzeitigem Wissen eine Art von blockierter (Fehl-)speicherung der entsprechenden Erinnerungen im Gehirn.
Die Augenbewegung oder die bilaterale Stimulation, die während des Einsatzes der EMDR-Methode erfolgt, scheint nun dieses Selbstheilungssystem des Gehirns zu aktivieren und eine beschleunigte Verarbeitung der belastenden Erinnerung zu ermöglichen. Dies könnte nach neueren Forschungsergebnissen evtl. durch eine Aktivierung des Parasymphatikus und damit verbundener zentraler Hirnstrukturen möglich sein (Sack, 2008). Mechanismen, die das Arbeitsgedächtnis und den Zugang zu Erinnerungsfragmenten im Gehirn erleichtern scheinen ebenfalls am EMDR-Prozess beteiligt zu sein (Maxfield, 2008). Derzeit geht eine von der deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Studie an der Universität von München und der Universität in Giessen diesen Fragen zu EMDR weiter nach. Sicher ist jedenfalls, dass durch EMDR die Blockaden im Gehirn aufgelöst und die fehl gespeicherten Informationen integriert werden (Oh, 2007; Letizia, 2007; Jatzko, 2007). |
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